Wie flicke ich einen Reifen?

18.09
2010

Wer hier nach einer Anleitung zum Autoreifen flicken sucht, ist leider falsch. Aus aktuellem Anlass geht es eigentlich um einen Kinderwagenreifen, aber das Vorgehen lässt sich auch eins zu eins auf Fahrradreifen übertragen, was bei einigen wohl häufiger gebraucht wird. Als ich den Platten sah, dachte ich erst: „Ach du…“, aber so schwer ist das gar nicht.

Kindheitserinnerungen

Fast jeder hat doch wohl mal einen Fahrradreifen zusammen mit Mutter oder Vater in seiner Kindheit geflickt. Ich erinnerte mich daran als große und umständliche Operation, musste aber feststellen, dass viele Dinge viel einfacher werden, wenn man erwachsen ist. Schließlich war es auch mal schwierig zu laufen und das ist jetzt im Normalfall kaum noch der Rede wert. Ähnlich ist das mit dem Reifen flicken. Was man braucht ist eines dieser kleinen Reparatursets in den türkisen Schachteln, eine Schüssel mit Wasser drin, ein trockenes Tuch und ein bisschen Geschick und Geduld.

Ist leichter als es aussieht: Fahrradreifen flicken © Helmut Krückel / PIXELIO

Alles nach Anleitung

Die Packungsbeilage des Flickzeugs erklärt das Prozedere eigentlich recht eindeutig. Fast das Schwierigste ist, den Schlauch aus dem Mantel und von der Felge zu kriegen, ohne noch weitere Löcher hinein zu machen und sich die Fingernägel abzubrechen. Ist das geschafft, muss man nur noch den Schlauch wieder aufpusten, ihn dann ins Wasser halten und gucken wo die Blasen aufsteigen (denn da ist das Loch), sich die Stelle merken und abtrocknen. Anschließend schleift man das Gummi mit dem mitgelieferten Schleifpapierchen an, packt dünn die Vulkanisierpaste drauf, wartet fünf Minuten, entfernt die Schutzfolie vom eigentlichen Flicken und drückt ihn drauf was das Zeug hält. Anschließend pumpt man den Reifen einmal wieder auf und kontrolliert ob es wirklich dich hält. Um den frisch geflickten Schlauch nicht unter Wasser halten zu müssen, kann man sich die Stelle auch nah an die Oberlippe halten, da ist man besonders empfindlich und würde den eventuellen Luftzug spüren. Alles dicht? Na dann, Glückwunsch!

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