Zuschüsse für das Eigenheim

11.10
2010

Wer beschließt, dass jetzt Schluss sein muss mit dem ewigen Mietezahlen und dem Herumärgern mit dem Vermieter wegen kleinster Reparaturen, der wird zum Eigenheimbauer. Wenn man sich nicht gleich ein fertiges Objekt kauft, sondern selbst ein Haus bauen möchte, dann geht die Suche los: Nach einem geeigneten Bauunternehmen und einem geeigneten Grundstück, das das Traumhaus tragen soll und nicht zuletzt nach einer Finanzierung für das Ganze. Denn ein Haus zu bauen kostet ganz schön viel Geld, das wohl kaum jemand auf der hohen Kante hat. Dazu braucht man schon eine Bank und einen Berater, der einem aufzeigt, welche Finanzierungsmodelle für die eigene Situation am besten geeignet sind.

Mit Zuschuss zum Traumhaus

Manchmal gibt es geradezu einzigartige Gelegenheiten mit viel zusätzlichem Geld zum Traumhaus zu kommen. So gibt es manchmal extra ausgewiesene Baugrundstücke, zu denen der Stadt oder der Kommune, die sie verkauft, eine ganz bestimmte Zielgruppe vorschwebt. Im Besiedlungsplan kann dann stehen: Bevorzugt für Familien mit Kindern. Bei einer solchen Ausweisung der Grundstücke können insbesondere Familien mit einem oder mehreren Kindern in den Genuss einiger Extra-Gelder kommen. Ein solches Modell sieht dann zum Beispiel vor, dass eine Familie für das erste Kind eine sogenannte Bauprämie von 6000 Euro erhält, für jedes weitere Kind sogar je 8000 Euro. So kann dem Eigenkapital schon ein ganz schönes Sümmchen hinzugefügt werden und diesen Posten auf der Hausbau Checkliste schon viel solider aussehen lassen.

Schnell runter von den Schulden

Dementsprechend schneller ist dann auch die Tilgung erledigt. Diese sollte man nicht zu hoch ansetzen, damit man nicht in Engpässe gerät. Zu hohe Fixkosten belasten den Familienhaushalt und lassen keinen Spielraum für eventuell anfallende Extras. Eine zu niedrige Tilgung zieht aber den Rückzahlungszeitraum zu sehr in die Länge und treibt die Zinsen unnötig in die Höhe. Am besten rechnet man einen genauen Haushaltskostenplan aus und beziffert anhand dessen die richtige Höhe der Raten, mit denen sich gut leben lässt und die auch noch ein wenig Spielraum lassen.

Planungssicherheit

Die Stuttgarter Zeitung berichtete kürzlich über einen Fall, in dem ein Ehepaar auch die Kinderzuschüsse beantragt hatte und daraufhin ihr Bauvorhaben in die Tat umgesetzt hat. Die böse Überraschung kam dann, als sie auf Nachfrage, wo denn der Zuschuss bliebe, vom Amt zu hören bekamen, es sei angeblich nie ein Antrag eingegangen. Nun fehlt das Geld im Finanzierungsplan. So etwas ist äußerst ärgerlich und lässt sich eigentlich nur vermeiden, wenn man sich für alle Anträge eine Eingangsbestätigung geben lässt und erst etwas fest einplant, wenn man sich sicher sein kann, dass die Mittel auch wirklich zur Verfügung gestellt werden. Genauigkeit in der Finanzplanung ist das A und O eines gelungenen Bauvorhabens.

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