Das Band fürs Leben

25.11
2010

Wenn es nach den Do-It-Yourself Freunden unter uns ginge, dann wäre nicht nur das Glück hausgemacht, sondern so gut wie alles im Leben. Und wenn man sich das Ja-Wort gibt, dann macht man auch das meiste selbst. Hochzeitstorte, Einladungskarten und Sitzordnung, nichts könnte mehr Spaß machen. Doch es gibt Bereiche, da stößt man an seine Grenzen und muss sich doch an den Fachhandel wenden.

 

Ende des Selbermachens

Gescheitert sind meine Talente, als es darum ging selbst Trauringe zu machen. Für die Verlobung kriegt man das ja noch hin, jeder kennt schließlich den Trick mit dem Schokopapier. Doch wenn die Eheringe für’s Leben halten sollen, dann muss man schon auf etwas andere Materialien zurückgreifen. Und deren Verarbeitung verstehen dann wiederum nur Fachleute und am allerbesten die Meister ihres Fachs. Traditionellerweise kennt man den Trauring am ehesten aus edlem Gold. Schon für sich ein Symbol der Unvergänglichkeit, ist es das edelste Material für die Besiegelung eines so wertvollen Versprechens. Doch nicht jeder mag Gold und da es inzwischen nicht nur für jeden Topf einen Deckel, sondern auch für jeden Geschmack den richtigen Ring gibt, kann man auch zwischen anderen Materialien wählen.

 

Gold und Silber und noch mehr

Silber kommt direkt nach Gold, aber wem es nur um die Farbe geht, der nimmt lieber Weißgold. Denn Silber riecht doch eher nach Alltagsschmuck und nicht nach dem richtigen Material für Trauringe und für das ganz Besondere. Ansonsten gibt es ja auch noch das ebenfalls wertvolle, ja sogar sündhaft teuer Platin, dass den Vorteil hat, dass es sich genauso vielfältig bearbeiten lässt wie Gold. Nur für den Fall, dass man mal irgendwann dickere Finger kriegen sollte und eine Änderung des Bandes fürs Leben notwendig wird. Das ist der Nachteil bei inzwischen auch recht modern gewordenen Materialien wie Edelstahl oder Titan. Eher an Stoff für den Flugzeug der Küchenbau erinnernd, glänzen sie durch Eigenschaften wie eine interessante Farbe oder ein geringes Gewicht aber auch dadurch, dass sie kostengünstiger sind als Gold oder Platin. Wenn die Frau auf die Idee kommt, ok! Aber sonst können die Ringe von mir aus in Küchen und Flugzeugen verarbeitet bleiben. Es sei denn, die Hochzeitsreise fällt dafür etwas üppiger aus, oder wenn es nach mir ginge, könnte mich auch eine schicke Schleifmaschine mit allem Zubehör besänftigen. Wenn eine Flex installierbar ist, kann man damit auch den Edelstahl-Ring vom Finger kriegen, wenn er mal zu eng wird. Denn die üblichen schmuckverarbeitenden Gewerbe können mit diesen Materialien nicht so viel anfangen. Doch Spaß beiseite. Letztlich ist der richtige Trauring eine Frage des persönlichen Geschmacks und rationale Argumente haben da noch nie weitergeholfen.

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