Der Frühjahrsputz wartet

22.03
2011

Zumindest dem geologischen Kalender nach befinden wir uns derzeit schon im Frühling. Draußen lässt sich davon zwar noch nicht soviel spüren, aber dennoch juckt es dem ein oder anderen schon in den Fingern. Der Frühjahrsputz wartet, besonders auf Heimwerker. Deswegen soll es heute um ein beliebtes Reinigungsgerät gehen: Den Staubsauger.

Wer hats erfunden?

Nein, nicht die Schweizer. Diesmal waren es die Amerikaner und das bereits im vorletzten Jahrhundert. Während sich heute Ingenieure an die Konstruktion von immer besseren Staubsauger machen, war es damals noch ein einfacher Hausmeister: James Murray Spangler. Der sagte sich, dass es doch besser wäre, den Staub gleich einzusaugen, anstatt ihn mit den damals üblichen Blasapparaten im Raum zu verteilen. So setzte er in den den 1870er Jahren den ersten Staubsauger aus einem Ventilator, einem Kasten und einem Kissen zusammen. Abnehmer konnte er für seine neue Erfindung recht schnell finden. “Hoover Harness and Leather Goods” kauften ihm die Patentrechte ab und sind heute unter anderem Namen in der Industrie bekannt. In Deutschland kam der Staubsauger selbstverständlich auch an, wenn er auch anfangs noch als Entstaubungspumpe bezeichnet wurde. Aber erst ab den 1950er Jahren wurden Staubsauger auch für weniger wohlhabende Menschen erschwinglich. Damals funktionierte das System noch über in Mietshäuser eingebaute Saugrohre, an die das Gerät angeschlossen wurde. Handstaubsauger wurden um einiges später, in den 1980er Jahren erfunden, wenn auch noch mit äußerst geringer Saugkapazität.

Die Technik

Staubsager gibt es in vielen verschiedenen Formen, sind aber vom Grundprinzip her alle gleich aufgebaut. Die Saugeinheit besteht aus einem Motor, der für die nötige Saugkraft sorgt. Über einen ein- oder zweistufigen Radialverdichter wird ein Unterdruck erzeugt, der die Luft nach innen holt. Das Saugrohr ist in der normalen Ausführung lang und flexibel und weist zudem noch einige Bürsten auf, um nicht aufgefangenen Schmutz in diesen festzusetzen. Die für den Haushalt üblichste Variante ist der Beutelstaubsauger. Dieser beherbergt im Inneren einen luftdurchlässigen Beutel, der den Schmutz davon abhält, in den Motor zu geraten. Dies ist ein schwieriger Balanceakt, denn je undurchlässiger der Beutel ist, desto weniger wird der Motor durch die eingesaugte Luft gekühlt. Damit der Beutel also durchlässiger sein kann, ist dahinter noch ein Grobfilter angebracht.

Verschiedene Ausführungen

Die bekannteste Staubsaugervariante ist der Bodenstaubsauger. Dieser besteht aus einer Saugeinheit am, wie der Name schon sagt, Boden. Über Rollen kann er beim staubsaugen mitgeführt werden. Ein länglicher, flexibler Saugstab sorgt dafür, dass man problemlos im Stehen Saugen kann. Daneben gibt es noch zwei Formen des Handstaubsaugers, der normalerweise ohne Saugstab auskommt und direkt in der Hand gehalten wird. Eine Ausführung mit Saugstab bezeichnet man als Rüsselstaubsauger. Und dank dieser technischen Erfindung ist das Entstauben der Wohnung heutzutage so einfach. Herrn Murray Spangler sei Dank!

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