Warum wird die Renovierung des Badezimmers eigentlich so oft hinausgezögert? Eigentlich ist sie doch recht leicht zu bewältigen. Unterstützung benötige ich dabei jedenfalls nicht, denn die Handgriffe gelingen meist sehr einfach und das Ergebnis kann sich stets sehen lassen. Vorteilhaft dabei ist, dass wir auf diesem Wege Geld sparen.
Ein erster Überblick
Zunächst unterteile ich die Badmöbel in ihre Werkstoffe: Oft haben wir dabei Plastik, Holz und Metall vorliegen. Sie erfordern eine unterschiedliche Behandlung und sollten daher nach Kategorien bearbeitet werden. Angefangen wird dort, wo die längste Dauer zu erwarten ist. Das sind regelmäßig die Fensterbleche, Zierleisten und andere metallische Elemente. Sie werden zunächst gut gereinigt und getrocknet. Kleine Rückstände können mit dem Spachtel problemlos abgekratzt werden. Ist die Oberfläche trocken und sauber, wird sie entweder mit Lack überstrichen oder sie bietet uns die Basis für kleine Klebearbeiten. So können wir spezielle Tapeten-Bordüren für Feuchträume auf ihnen befestigen oder sie mit ähnlichen Verzierungen verschönern. Dabei geht bereits der kalte Eindruck des Metalls verloren und ein erster Baustein für das künftige Wohlfühl-Klima ist gelegt.
Keine Angst vor dem Holz
Jene Badmöbel, die aus Kiefer, Eiche oder Tropenholz gefertigt sind, schrecken viele Hobbyhandwerker etwas ab. Sie befürchten den Schmutz, der beim Schleifen entsteht. Doch weit gefehlt. Auch hier werden die Schränkchen und Regale zunächst gesäubert. Mit feinem Schleifpapier raue ich anschließend die Oberfläche an. Die neue Farbe kann dadurch besser halten und sich mit dem Werkstoff verbinden. Lacke oder Lasuren werden nun aufgetragen. Hierbei ist entscheidend, welche Optik uns gefällt: Wollen wir das Holz nicht sehen, streichen wir deckend mit Lack. Gefällt uns die Maserung, greifen wir zur Lasur. Die beiden Durchgänge des Streichens kosten nicht viel Zeit und sind einfach zu bewältigen.
Die restliche Puzzlearbeit
Ist das alles erledigt, warten meist die Kleinteile auf uns. Sie sind in der Regel aus Kunststoff gefertigt. Hierbei ist gut abzuwägen: Lohnt es sich überhaupt noch, diese mit Arbeitseifer zu reinigen? Wenn nicht, werden sie durch neue Elemente ersetzt. Anderenfalls können auch sie gesäubert und lackiert oder anderweitig bearbeitet werden. Sind einige der Badmöbel aus Rattan gefertigt, so reicht es meist aus, das Korbgeflecht mit einer groben Bürste und viel Wasser zu behandeln. Bei der Gelegenheit können sie natürlich gleich mit einem neuen Kissen belegt werden. Die Vorleger und andere Gegenstände aus Stoff wandern in die Waschmaschine – oder werden direkt entsorgt. Viel Arbeit fällt insgesamt nicht an und es lohnt sich, die Badmöbel regelmäßig etwas aufzuarbeiten.